Tagtäglich sind wir mit geopolitischen Konflikten konfrontiert. Vor allem ihre Darstellung in den Medien macht sie in unserem Leben omnipräsent. Oftmals sind die Auseinandersetzungen äußerst komplex, viele Akteure mit verschiedenen Intentionen sind beteiligt, die Ursachen reichen weit in die Vergangenheit zurück und verweigern sich schnellen Lösungen. Es trägt daher zum Verständnis solcher Ereignisse bei, sie nicht als rein politisch zu betrachten: Denn Konflikte haben eine geographische Dimension, sie finden in bestimmten physischen Räumen statt, durch sie werden geopolitische Raumbilder geschaffen und kommuniziert. Deshalb ist es auch Aufgabe des Schulfachs Geographie, den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen für das Verständnis und die Bewertung zentraler gesellschaftlicher Probleme zu vermitteln. Politische Lösungsansätze und eigene Handlungsoptionen müssen hierfür diskutiert werden. Alexandra Budke und Miriam Kuckuck bereiten in diesem Band die Ansätze der politischen Geographie für den Geographieunterricht auf: Sie stellen didaktische Konzeptionen der politischen Bildung im Kontext der Geographie vor und präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema.

Alexandra Budke, Miriam Kuckuck (2016; Hrsg.): Politische Bildung im Geographieunterricht. Stuttgart.

Reflexive Kartenarbeit ist eine Kartenarbeit des kritischen Hinterfragens. Die Omnipräsenz von Karten im geographischen Unterrichtsalltag wie im Alltag selbst ist ein guter Grund, Karten reflexiv statt nur auswertend-konsumierend zu betrachten. Entlang der Beiträge können verschiedene Schritte auf dem Weg zu einer kompetenten reflexiven Kartenarbeit vollzogen werden. Neben Methoden zur grundlegenden Einführung in die reflexive Kartenarbeit im Sinne gestalterischer und inhaltlicher Kartensprache, fördert auch der Blick auf die Raumkonstruktion durch Karten die Vermittlung einer fachbezogenen Medienkompetenz. Auch die Unterrichtsbeispiele zu Möglichkeiten der Argumentation mit Karten und subjektive Zugänge zur Kartenproduktion dienen der Kompetenzentwicklung, wie sie u.a. in den Bildungsstandards der Geographie gefordert wird

Inga Gryl (2016): Reflexive Kartenarbeit. Braunschweig.

Eine Annäherung an die Komplexität von Mensch-Umwelt-Beziehungen ist über einen systemischen Zugang denkbar. Während die diesbezügliche fachdidaktische Auseinandersetzung noch in den Kinderschuhen steckt, existieren in der Fachwissenschaft unterschiedliche Ansätze, um eine systemische Betrachtung mit der notwendigen theoretischen Fundierung und für die Anwendung unabdingbaren Komplexität zu realisieren. Dieses Buch gibt einen Einblick in die theoretischen Grundlagen dieser Ansätze und zeigt konkrete Möglichkeiten der unterrichtspraktischen Umsetzung auf. Damit richtet sich dieser Band an Lehrende an Schulen und Hochschulen, an Fachdidaktiker/-innen, an Studierende auf der Suche nach Systematik und Anwendungsbeispielen und an jene Fachwissenschaftler/-innen, die an einer Vermittlung theoretischer Ansätze interessiert sind.

Inga Gryl, Antje Schlottmann, Detlef Kanwischer (Hrsg.; 2015): Mensch:Umwelt:System - Theoretische Grundlagen und praktische Beispiele für den Geographieunterricht. Berlin.

Die Erhebung von SchülerInnvorstellungen zu geographischen Themen, das Lernen auf Exkursionen oder die Erforschung neuer Unterrichtsmethoden sind interessante Forschungsthemen. Welche empirischen Methoden können zu ihrer Untersuchung eingesetzt werden? Um Antworten auf diese Frage zu geben, werden in diesem Buch geographiedidaktische Forschungsmethoden, eingebettet in spezifische Forschungsdesigns, präsentiert. Die Erhebungs- und Forschungsmethoden werden jeweils theoriegeleitet vorgestellt und durch Beispiele aus der geographiedidaktischen Forschungspraxis illustriert

Alexandra Budke, Miriam Kuckuck (Hrsg.; 2015): Geographiedidaktische Forschungsmethoden. Berlin.

Als zentrale Kulturtechnik ist die Argumentation Grundlage von demokratischen Entscheidungsprozessen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen. Damit wird die Argumentationsfähigkeit zu einer Kompetenz, die in der Schule fächerübergreifend vermittelt werden sollte und demzufolge in den Richtlinien und Bildungsstandards unterschiedlicher Fächer (u. a. Deutsch, Politik, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Mathematik) verankert ist. Die Argumentation gehört auch zu den grundlegenden kommunikativen Handlungen im schulischen Unterricht. Es wird ihr große Bedeutung für das Verständnis fachlicher Konzepte, für die individuelle Wissenskonstruktion, für die Meinungsbildung und die Wertorientierung der SchülerInnen zugeschrieben. Entsprechend dem fachlichen Hintergrund bzw. den „typischen“ Fragestellungen der Unterrichtsfächer werden jedoch unterschiedliche Schwerpunkte gelegt. In diesem Band wird der Forschungsstand der unterschiedlichen Fachdidaktiken zum Thema „Argumentation“ vorgestellt und vergleichend diskutiert. Damit wird auch der Frage nachgegangen, inwiefern Argumentationskompetenzen der SchülerInnen durch den fachlichen Kontext der Unterrichtsfächer beeinflusst werden.

Alexandra Budke, Miriam Kuckuck, Michael Meyer, Frank Schäbitz, Kirsten Schlüter, Günther Weiss (Hrsg.; 2015): Fachlich argumentieren lernen.

Learning and Teaching with Geomedia provides a theoretical and practical introduction to a field explicitly aimed at secondary education. The first section consists of three scientific papers introducing the dimensions of the emerging geoinformation society. The second section of the book is specifically dedicated to teacher trainers and teachers. The introductory section provides an overview of the development of geomedia and envisions a roadmap of technological development ahead; a discussion of everyday geomedia applications and geomedia use; and, finally, pedagogical approaches using geomedia in secondary education. This section provides a broad foundation that does not argue in favor of a technological paradigm, but suggests that geomedia use in secondary education should be oriented at everyday life applications. The main section is devoted to exemplary learning environments that are ready to use, and easily transferable to local schools. While geoinformation technology is the basis of these learning environments, care has been taken to clearly identify conceptual approaches to these learning environments, and, therefore, make them less reliant on technology locally available. Many of these are easily applied without any further software or hardware other than a web browser and a mobile phone. The pedagogical background of these learning environments leads from science education and spatial thinking to learning environments that support an education for spatial citizenship, reflected geomedia use and communication with maps to successfully participate in society. The book is aimed at academics in the fields of pedagogy, geography and citizenship education, as well as those working in science education. The professional audiences addressed are teacher trainers at university departments, teachers in secondary schools and students in teacher training.

Thomas Jekel, Eric Sanchez, Inga Gryl, Caroline Juneau-Sion, John Lyon (Hrsg.; 2014): Learning and Teaching with Geomedia. Cambridge.

Digitale Medien sind zu einem elementaren Bestandteil im Berufsleben und in der Freizeit vieler Menschen geworden; vor allem für Jugendliche sind diese »Alleskönner« kaum noch aus ihrer Alltagswelt wegzudenken. Immer vielseitigere ortsbezogene Anwendungen für Smartphones und andere mobile Endgeräte sowie webbasierte Angebote drängen seit Jahren auf den Markt. Aus der Sicht von Bildungsakteuren erscheint das »didaktische Potenzial« vielversprechend, bieten diese Technologien doch neue, attraktive Zugänge für Lernende zu den oft komplexen Fragestellungen und Themenfeldern einer nachhaltigen Entwicklung.

Ulrich Michel, Alexander Siegmund, Manfred Ehlers, Markus Jahn, Alexander Bittner (Hrsg.; 2014): Digitale Medien in der Bildung für nachhaltige Entwicklung: Potenziale und Grenzen, München.

Der Sammelband Sprache als Lernmedium im Fachunterricht stellt unter der Perspektive der sprachlichen Anforderungen im Fachunterricht einen umfassenden Überblick über die einzelnen Schulfächer und ihre curricularen Vorgaben her und bezieht die aktuelle theoretische und empirische Forschung in den jeweiligen Fachdidaktiken zum sprachbewussten Fachunterricht ein. Die einzelnen Beiträge unterliegen einem durchgängigen systematischen Aufbau, in der die didaktische Forschung diskutiert, didaktische Modelle aufgezeigt und darüber hinaus unterrichtbezogene Ansatzpunkte entwickelt bzw. dokumentiert werden. Der Leser kann über sein eigenes Fach hinaus einen Blick auf die anderen Fächer werfen, Vergleiche zwischen den Fächern herstellen, Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede des fachbezogenen sprachlichen Lernens und Vermittelns kennenlernen und kritisch reflektieren. Dieser Blick über den Tellerrand fordert zur fachübergreifenden Diskussion auf und ermöglicht eine gegenseitige Bereicherung, um die anspruchsvolle Aufgabe des sprachlichen Lernens im Fach gemeinsam zu bewältigen. So fordert das Buch zum Dialog aller Fachdidaktiken auf und liefert zugleich interessante Aspekte für die Unterrichtspraxis sowie für die Forschung auf diesem Gebiet.

Michalak, Magdalena (Hrsg.; 2014): Sprache als Lernmedium im Fachunterricht, Baltmannsweiler.

Dieses Buch vermittelt eine grundlegende Einführung in die wichtigsten Aufgaben und Themengebiete des zeitgemäßen Geographieunterrichts. Diese Geographiedidaktik unterscheidet sich von klassischen Lehrbüchern insbesondere durch die Form der einzelnen Beiträge. Jeder in sich abgeschlossene Aufsatz wird mit einem Fallbeispiel eröffnet und schließt mit Vorschlägen für Arbeits- und Reflexionsaufgaben sowie einer Übersicht zur vertiefenden Literatur ab. Die insgesamt 20 Themengebiete erstrecken sich von grundsätzlichen Fragestellungen zur Didaktik des Unterrichts über dessen Planung bis hin zum Einsatz verschiedener Medien im Unterricht. Sie wurden von Experten bearbeitet, die allesamt schulpraktische Erfahrungen haben. Die Fülle von Beispielen aus der Lehrpraxis ermöglicht ein Verständnis der grundlegenden theoretischen Hintergründe und gibt vielfältige Impulse zur praktischen Umsetzung im Unterricht. Es regt zu weitergehenden, vertiefenden Studien an. Die Leser erwartet ein instruktives Buch, das sich sowohl für den Einsatz in der Lehrerausbildung als auch zum Selbststudium eignet. Es dient zur Vorbereitung eines guten Geographieunterrichts an Schulen und Hochschulen und richtet sich an aktive und angehende Lehrer an Schulen und Universitäten.

Kanwischer, Detlef (Hrsg.; 2013): Geographiedidaktik. Ein Arbeitsbuch zur Gestaltung des Geographieunterrichts. Stuttgart. 

In diesem Band „Essays zur Didaktik der Geographie“ werden in 8 Beiträgen ausgewählte Methoden für den Geographieunterricht behandelt. Praxiserfahrenen Geographiedidaktiker(inne)n und Geographielehrer(inne)n haben die Themen Croquis/Chorèmes und Schemata, Einstiege, Planspiele, Rollenspiele, Scaffolding, Schulbücher, Spiele und Umweltbildung in pointierter Form aufbereitet. Die Inhalte dieses Buches richten sich an Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie Lehrer(inn)en, die sich kompakt über einzelne Themen oder Stichworte informieren wollen. Die acht Beiträge ergänzen die 65 Beiträge im „Metzler Handbuch 2.0 Geographieunterricht“. Sie sind durch wechselseitige Querverweise systematisch miteinander verbunden.

Rolfes, Manfred und Uhlenwinkel, Anke (2013): Essays zur Didaktik der Geographie. Potsdam     

Dieser Sammelband greift ein brennendes bildungs- und forschungspolitisches Thema der Fachdidaktiken auf, das bislang weitgehend vernachlässigt wurde: die Identifizierung und Förderung von sprachlichen Kompetenzen, die für erfolgreiches Lernen in jedem Fach notwendig sind. In den letzten Jahren hat sich zunehmend herausgestellt, wie sehr Sprache (und nicht nur Fachsprache) konstitutiv ist für das Lehren und Lernen in allen schulischen Fächern, von den Gesellschaftswissenschaften über die Naturwissenschaften bis hin zur Mathematik. Es geht dabei konkret um den Aufbau von fachbezogenen Verstehens- und Mitteilungsfähigkeiten, die sich offenbar nicht von alleine einstellen, sondern die explizit und systematisch in einem guten Fachunterricht vermittelt werden müssen. 

Becker-Mrotzek, Michael, Schramm, Karen, Thürmann, Eike und Vollmer, Helmut (Hrsg.; 2013): Sprache im Fach. Münster.

Videoaufzeichnungen von Unterricht sind seit den 1970er Jahren ein wichtiges Medium der empirischen erziehungswissenschaftlichen Forschung und der LehrerInnenausbildung. Die dabei entstandenen Dokumente bilden inzwischen für die historische und vergleichende Unterrichtsforschung eine gänzlich neue Quellengattung, die bislang in deren Arbeiten kaum berücksichtigt wurde. Durch ihre Erschließung kann nun auf die Ebene des konkreten Unterrichts in der historischen und vergleichenden Forschung zugegriffen werden. Die AutorInnen stellen Methoden der historischen und vergleichenden Analyse von Unterrichtsaufzeichnungen vor und diskutieren sie insbesondere am Beispiel der Unterrichtsaufzeichnungen aus der DDR (Medienarchiv: Audiovisuelle Aufzeichnungen von Schulunterricht in der DDR).

 

Schluß, Henning und Jehle May (Hrsg.; 2013): Videodokumentation von Unterricht. Zugänge zu einer neuen Quellengattung der Unterrichtsforschung. Wiesbaden. 

Metzler Handbuch Geographieunterricht
Ein Leitfaden für Praxis und Ausbildung

  • Vollständige Neubearbeitung des "Handbuchs für den Geographieunterricht" durch ein internationales Expertenteam.
  • Der Anwendung digitaler Medien wie auch Fragen der Kompetenzorientierung und der Binnendifferenzierung werden darin viel Platz eingeräumt.

 

Rolfes, Manfred und Uhlenwinkel, Anke (Hrsg.; 2013): Metzler Handbuch für den Geographieunterricht 2.0. Braunschweig.

In diesem Buch werden Ihnen aktuelle Ansätze zur Förderung von Kommunikations- und Argumentationskompetenzen vorgestellt. Nach einer theoretischen Einführung in die Kommunikations- und Argumentationsforschung werden innovative Unterrichtsmethoden dargestellt. Jeder Artikel ist zweigeteilt: Zunächst wird der didaktische Ansatz erläutert, und im zweiten Teil finden Sie konkretes Unterrichtsmaterial, welches mit der vorgestellten Methode im Geographieunterricht eingesetzt werden kann.


Alexandra Budke (Hrsg.). Westermann Braunschweig, 2012. ISBN  978-3-14-109725-2

Aller Anfang ist schwer! Aber: ein gut überlegter Anfang ist sicherlich noch schwieriger, insbesondere dann, wenn es sich um den Beginn einer Unterrichtsstunde handelt. Jede Lehrperson wird tagtäglich mehrmals vor die Situation gestellt, einen Unterrichtseinstieg in ein neues oder bereits begonnenes Thema zu erfinden. Dabei stellen sich im Vorfeld der häuslichen Unterrichtsvorbereitung zahlreiche Fragen, die sich in der Regel nur aufgrund langjähriger praktischer Unterrichtserfahrung beantworten lassen: Welche didaktischen Funktionen hat ein Unterrichtseinstieg für den Lernprozess? Welche Arten von Unterrichtseinstiegen existieren? Welche Auswirkungen hat ein Unterrichtseinstieg auf das Interesse der Schülerinnen und Schüler?


Thomas Brühne, Petra Sauerborn. Schneider Verlag Hohengehren, 2011. ISBN 978-3-8340-0995-1